[Strophe 1]
Im Rauch der Feuer alter Zeit,
stand ein Hof im Morgenkleid,
der Name tief ins Holz gebrannt,
vom Vater einst dem Sohn genannt.
Odal war das alte Wort,
Blut und Erde, Heimathort,
ein Ring aus Ahnen, Stein und Pflicht,
vergessen war die Herkunft nicht.
Die Runen lagen still im Frost,
ein Erbe schwer wie Eisenrost,
und über Moor und dunklem Wald
hallt leise noch der Ahnenhall.
[Pre-Chorus]
Vor Kronen, vor Verträgen,
vor den neuen Wegen,
vor Siegeln aus Papier,
gehörte alles einst nur dir.
[Refrain]
Odal und Alod,
verlorenes Gebot,
zwischen Sternen und Gesetz
liegt ein uraltes Netz.
Sie sprechen Namen ohne Macht,
von Menschen, die man zu Akten macht,
doch tief im Kern aus Licht und Blut
liegt hier noch die freie Glut.
Odal und Alod —
vergessener Code.
[Strophe 2]
Dann kamen Herren übers Land,
mit Bannern in der kalten Hand,
sie teilten Äcker, Wald und Stein
und machten freies Land zu Lehn.
Doch irgendwo im Schattenraum
lebt noch ein alter Menschheitstraum:
Alod ist freies Eigentum,
kein Thron erhebt darüber Ruhm.Man flüstert von dem ersten Recht,
noch älter als der Könige Knecht,
vom lebenden Wesen, ungeteilt,
das durch kein Register ewig fällt.
[Pre-Chorus]
Der Name doch nur Maske ist,
fall nicht herein auf ihre List,
die Person nur stilles Kleid,
geboren aus verlorner Zeit.
[Refrain]
Odal und Alod,
verlorenes Gebot,
zwischen Sternen und Gesetz
liegt ein uraltes Netz.
So seht die Wege durch die See,
in einem stillen „Right of Way“,
der Rest, der niemals ganz zerbricht,
in deinem souveränen Licht.
Odal und Alod —
vergessener Code.
[Bridge]
Jus cogens, goldene Siegel,
schlafende Rechte hinter Spiegeln,
Geburtsurkunden, stiller Bund,
verborgene Namen ohne Grund.
Wir sehen das Dominion,
den Ursprung ohne Institution,
den ersten Atem, rein und frei,
als niemand Eigentümer sei.
Und irgendwo im Sternenraum
lebt weiter dieser alte Traum.
[Finaler Refrain]
Odal und Alod,
durch Zeit und Abendrot,
zwischen Mythen und Historie
wandert eine Melodie.
Von freien Höfen, alten Schwüren,
von unsichtbaren Nebeltüren,
von Menschen, die im Dunkel seh’n:
Kein äußrer Thron kann ewig besteh’n.Odal und Alod —
im Wind der Ahnen lodert’s rot.
[Outro]

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